OWiki:Wie schreibe ich gute Artikel

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Auf dieser Seite findest du einige Ratschläge für guten Schreibstil. Wir bitten dich, sie zu beherzigen. Fühle dich nicht beschämt oder angegriffen, wenn dein Artikel grammatikalisch oder stilistisch überarbeitet wird. Wir alle lernen voneinander und die Wikipedianer helfen gerne. Am besten lernt es sich aus Beispielen, lies dir Artikel durch und schau Dir an, wie es Andere bei Artikeln gemacht haben, die Dir gut gefallen.

Grundsätze

Vorarbeiten und Recherche

Wenn du einen Artikel neu anlegst, frage dich als erstes, ob er wirklich in die OGame Enzyklopädie passt und ob er anderen Lesern wichtige Informationen gibt, die ihnen helfen, sich im Spiel zurechtzufinden. Egal wie schön du sie schreibst: Artikel, über unbekannte Spieler aus unbekannten Allianzen oder unter ungeeignetem Lemma riskieren, schnell wieder gelöscht zu werden.

Bevor du mit dem Schreiben loslegst, lohnt es sich, ein wenig Zeit in Vorarbeiten zu investieren. Zunächst einmal empfiehlt es sich, herauszufinden, was zum geplanten Thema an Artikeln in der Wikipedia schon existiert. Damit vermeidest du, aus Versehen einen Artikel, den es schon gibt, anzulegen. Dabei kann dir die Suchfunktion eine gute Hilfe sein.

Verständlichkeit

OWiki ist eine allgemeine Enzyklopädie und kein Allianzforum oder Chat. Jeder Artikel sollte deshalb auch für Andere verständlich sein, insbesondere, wenn sie noch nicht über dein Wissen Verfügen. Fachausdrücke, Abkürzungen oder umgangssprachliche Ausdrücke solltest du so sparsam wie möglich einsetzen. Lässt sich ein Fachausdruck nicht vermeiden, solltest du ihn erklären oder zumindest verlinken. Wenn das Verständnis eines Themas fortgeschrittenes Wissen über OGame erfordert, dann sollte die Einleitung dem Anfänger ermöglichen, den Gegenstand wenigstens vernünftig einzuordnen. Behandle in diesem Fall die einfacheren Aspekte des Themas möglichst am Anfang und die schwierigeren am Ende des Artikels.

Bei Fremdwörtern oder später selbstverständlichen Abkürzungen lohnt es sich häufig, das deutsche Wort zu verwenden: Angriff statt Att, oder die offizielle Schreibweise wie im Game oder im Forum verwendet zu benutzen: Kein neuer Spieler kann sich unter der (beispielhaften) Aussage "Der GO hat das TF der Desys nach dem Att reccen lassen" etwas vorstellen. Schreibst du aber "Der Gameoperator ließ das Trümmerfeld der Zerstörer nach dem Angriff recyceln", dann erkennt der Leser Begriffe wieder, die er im Spiel ständig vor Augen hat.

Versuche es mal damit - die Leser werden es dir danken.


Aufbau eines Artikels

Schau Dir häufig besuchte Artikel wie Mond, Sensorphalanx oder Todesstern an, um zu lernen wie man einen Artikel optisch aufbauen sollte. Die folgenden Abschnitte konzentrieren sich dagegen mehr auf das Inhaltliche.

Begriffsdefinition und Einleitung

Der erste Satz sollte den Gegenstand des Artikels, das Lemma definieren. Der Titel des Beitrags wird dabei im ersten Satz in Fettschrift wiederholt. Beispiele:

  • Der Todesstern ist das stärkste Schiff in OGame.
  • Waffentechnik ist eine strategische Forschung, deren Ausbau im weiteren Verlauf nicht vernachlässigt werden sollte.

Bei längeren Artikeln sollte unmittelbar im Anschluss eine kurze Einleitung mit einer Zusammenfassung des Artikelinhalts folgen. Sie ermöglicht dem Leser einen Überblick über das Thema, ohne dass er unbedingt einen langen Text lesen muss. Fremdsprachige Lemmata, auch wenn sie bereits in den deutschen Sprachgebrauch übergegangen sind, sollten übersetzt werden.

Überschriften und Absätze

Anschließend beginnt der Hauptteil des Artikels, der ab hier mit Überschriften gegliedert werden kann. Da das Inhaltsverzeichnis ab drei Überschriften automatisch angelegt wird, beginnt es unmittelbar nach der Einleitung. Damit ein Artikel gut lesbar wird und die Leute beim Lesen tatsächlich dabei bleiben, helfen gliedernde Zwischenüberschriften]. Übertreibe es damit jedoch nicht: Einzelne Sätze rechtfertigen keine eigene Überschrift.

Formuliere Überschriften kurz und prägnant und vermeide Wiederholungen (Thema in X, Thema in Y, Thema in Z) - ganze Sätze, besonders Frage- oder Ausrufesätze, als Überschrift sind kein enzyklopädischer Stil. Überschriften sollten wenn möglich keine Links enthalten. Doppelpunkte sollten ebenfalls vermieden werden.

Jedes neue Thema sollte mit einem neuen Absatz beginnen.

Länge eines Artikels

Der Artikel sollte eine dem Thema angemessene Länge haben. Gegebenenfalls lassen sich Teile des Artikels in weiterführende Artikel auslagern. In diesem Fall sollte eine ausführliche Zusammenfassung des ausgelagerten Textes an seine Stelle treten.

Links

Interne Links sollen zur Verständlichkeit eines Artikels beitragen. Ein Beispiel: Wenn ich unter Gameoperator in der Beschreibung zu einem Universum nur einen allgemeinen Verweis auf Gameoperator, aber nicht auf den Gameoperator des betreffenden Universums finde, habe ich mich bereits verirrt. Weiter gilt: Links bitte behutsam setzen. Sonst stellen wir fest, dass alles mit allem zusammenhängt und werden nicht schlauer.

Eine kleine, sorgfältig ausgewählte Kollektion externer Links rundet den Artikel ab. Sie sollten genau wie die Literaturhinweise weiterführende Informationen bieten. Sie stehen in einem eigenen Abschnitt Weblinks am Ende des Artikels, im Text sollten keine externen Links auftauchen.

Verwandte Artikel und Quellenangaben

Zu einem guten Artikel gehören selbstverständlich - wie in einem gedruckten Lexikon - auch Hinweise auf weiterführende Artikel, die auf einem möglichst aktuellen Stand zu halten sind, damit sich der Leser eigenverantwortlich weiter in die Materie einarbeiten kann.

Für eine Enzyklopädie ist es wichtig, dass sich die Angaben in Artikeln verifizieren lassen. Unter Quellen solltest du deshalb die wichtigsten Quellen, die du für deinen Artikel ausgewertet hast, aufführen.

Illustrationen

Passende Illustrationen lockern einen Text auf, unpassende zerstören jedoch schnell das Vertrauen in die Kompetenz des Autors. Die Bebilderung eines Artikels in OWiki sollte immer dem besseren Verständnis des Gegenstands dienen, nie allein der Zierde. Ein gutes Kriterium dafür ist: Kannst du dich im Text auf das Bild beziehen und etwas Sinnvolles dazu schreiben? Achte darauf, deine Illustrationen mit einer guten Beschreibung zu versehen, die ohne Extra-Klick auf die Bildbeschreibungsseite zu finden sein sollte.

Schreibe erst Deinen Artikel fertig und überlege, welche Bilder für den Leser wichtig sind, um diesen Artikel besser zu verstehen. Handle nach dem Motto Qualität statt Masse. Lade die Grafiken erst über den OWiki-Bilderupload hoch, wenn Dein Artikel in OWiki veröffentlicht ist und binde sie dann direkt ein. Bilder ohne Artikel werden von den Sysops oder Administratoren umgehend gelöscht, da OWiki kein Bilderupload ist.

Für alle verwendeten Bilder sollte bezüglich ihrer Lizenz Klarheit herrschen: Sie sollten unter einer freien Lizenz stehen oder gemeinfrei sein.

Stil

Schreibe in ganzen Sätzen

Voraussetzung eines guten OWiki-Artikels sind ganze Sätze; unsere Leser dürfen dabei zu Recht flüssige Formulierungen erwarten. Die Sätze können kurz sein, wichtig ist aber, dass sie eine Aussage enthalten. Aufpassen heißt es hier besonders bei den Verben sein und haben - solche statischen Informationen lassen sich meist in den vorhergehenden oder anschließenden Satz integrieren. Der Zerstörer ist eins der stärksten Schiffe in OGame. Er fliegt mit dem Hyperraumantrieb. lässt sich bequem umformen in ein eleganteres Der Zerstörer ist eines der stärksten Schiffe OGames und verwendet den Hyperraumantrieb. Verschachtelte Satzkonstruktionen sind meist unnötig. Vermeide Passagen in Klammern oder Anführungszeichen.

Vermeide Listen und stelle inhaltliche Zusammenhänge zwischen Ereignissen her, statt einer Datum-Ereignis-Liste abzuliefern. Viel wichtiger als zu wissen, wann etwas geschah, sind die Fragen nach Ursache, Motiv oder Folgen.

Verwende lebendige Verben

"Das Verbum ist das Rückgrat des Satzes. Wenn man die Handlung in ein Hauptwort zwingt und ein farbloses Zeitwort anleimt, so bricht man dem Satz das Rückgrat." Ludwig Reiners

Verben sind die Seele des Satzes. Substantivierte Verben wirken spröde und oft ungenau. Wenn die Texte mit erfolgt und durchgeführt gespickt sind, dann ung-en sie ganz bestimmt auch. So wie hier: Die Durchführung der Aufführung des Stückes erfolgte durch die Schüler. Viel besser: Die Schüler führten das Stück auf. Schau dir nach dem Schreiben die Verben an, die du verwendet hast: Findest du dort nur haben, sein, erfolgen und ähnliche blasse Verben, geh den Text noch einmal durch. Versuche dabei, den Schatz an Verben, den die deutsche Sprache bietet, auszuschöpfen (sein in sich befinden und können in in der Lage sein umwandeln gilt nicht!).

Hast du dann ein schönes, treffendes Verb gefunden, vergewaltige es nicht durch eine Passivkonstruktion. Passivsätze machen einen Artikel steif und langweilig. Beispiel: Die Ampel wurde von dem Autofahrer übersehen. Der Satz in aktiver Form klingt dagegen viel flüssiger und benennt den Handelnden: Der Autofahrer übersah die Ampel.

Wortwahl

Hier nur das Wichtigste in Kürze: Prüfe nach dem Schreiben deinen Text auf überflüssige Konjunktionen (aber, auch, nun, dann, doch, wohl, allerdings, eigentlich). In der Regel kannst du die Hälfte streichen, ohne den Sinn zu entstellen.

Korrekte Grammatik

Eigentlich selbstverständlich: Der Artikel sollte grammatikalisch korrekt sein. Als Stolperfalle erweist sich gerne mal der Dativ aus der Umgangssprache. So klingt beispielsweise das richtige wegen des Gewitters doch viel eleganter als das falsche wegen dem Gewitter. Fremdwörter werden nach den deutschen Grammatikregeln dekliniert. Korrekter Plural von Lady ist Ladys, wohlgemeint und dennoch unrichtig ist Ladies.

Zeitangaben

Vermeide Angaben wie im vorigen Jahr, letzte Woche, vor kurzem, derzeit; Alle zeitlichen Bezüge müssen aus dem Zusammenhang hervorgehen, oder es muss ein klares Datum angegeben werden, da OWiki auch in Zukunft richtige Informationen ergeben soll.

Füge zu sich verändernden Sachverhalten immer den Zeitpunkt hinzu, an dem sie gültig waren. Beispiel: Gameoperatoren sind nicht ewig in einem Universum. Schreibe also: Gameoperator ist seit dem 31. Februar 2007 xyz. Sonst ist der Artikelinhalt nach dem nächsten Wechsel falsch. Fremde Leser können so eher erkennen, dass der Artikel noch nicht aktualisiert wurde und die Daten kann jemand mit Wissen weiterverwenden.

Je nach Thema sind in Wikipedia Präsens (Gegenwartsform) oder Präteritum (Vergangenheitsform) angebracht. Wenn du dich für eine Zeitform entschieden hast, wechsle nicht unbegründet zwischen den Zeiten.

Abkürzungen

Die Wikipedia ist kein Kleinanzeigenmarkt, in dem man für Zeichen bezahlen muss - wir haben genug Platz. Verwende nur die wenigen üblichen Abkürzungen, die du im täglichen Schriftgebrauch verwenden würdest (z. B., usw., Dr.) - und auch die so sparsam wie möglich. Den Artikelnamen solltest du nie abkürzen. Viele Abkürzungen lassen sich mit etwas Fantasie vermeiden: statt z. B. kann man so auch beispielsweise schreiben, statt i. d. R. auch meistens oder einfach nur meist. Fast immer lässt sich auch bzw. durch oder ersetzen. Allianznamen, von denen jeder nur die abgekürzte Fassung verwendet, solltest du auch abkürzen, am besten mit einer Auflösung der Abkürzung beim ersten Auftreten; Fachabkürzungen wie GO (Gameoperator), SMod (Super-Moderator) oder RF (Rapidfire) schreibe besser aus - nicht jeder, der OWiki nutzt, kennt sich bereits so gut aus wie du.

Typografie

Die Grundregel der Typografie ist der Verzicht: Sei sparsam mit Auszeichnungen. Ein Artikel, in dem jedes zweite Wort kursiv oder fett ist, wirkt unruhig und liest sich schlecht. In der Regel sollte nur das Stichwort fett ausgezeichnet werden. Fremdwörter kannst du kursiv setzen. Eine Auszeichnung - also Anführungszeichen, fett oder kursiv - sollte genügen.

Ein beliebter Fehler ist das so genannte Plenken. Vor dem Satzzeichen darf nach den Regeln der deutschen Zeichensetzung kein Leerzeichen stehen. Korrekte Anführungszeichen hingegen erfordern zwar den einen oder anderen Klick mehr, sehen aber schlicht schöner aus. Mehr ins Detail geht der dazugehörige Artikel.


Literatur

  • Bastian Sick: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod. Ein Wegweiser durch den Irrgarten der deutschen Sprache. Die Zwiebelfisch-Kolumnen. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2004, (KiWi Paperback; 863) ISBN 3-462-03448-0


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